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Energieversorgungsunternehmen als Treiber der E-Mobilität

10. März 2022 14:51:42 MEZ

Etrel-product-8-4-1Die Elektromobilität in der Schweiz entwickelt sich rasant. Im dritten Quartal 2021 lag der Anteil der Elektrofahrzeuge bereits bei 20 % aller Neuzulassungen, Tendenz stark steigend. Die für 2030 angepeilte Marke von 50 % wird wahrscheinlich deutlich früher erreicht. Energieversorgungsunternehmen (EVU) können sich in diesem dynamischen Umfeld als Infrastrukturbetreiber und Service-Provider neu positionieren. Voraussetzung dafür sind eine intelligente, zukunftssichere Technologie und die Integration in ein modernes Netzmanagement.

Mit intelligenter Technologie in die Verkehrswende


Bis 2050 soll die Schweiz klimaneutral sein und die Verkehrswende ist ein wesentlicher Baustein der Netto-Null-Strategie. An der Schnittstelle zwischen Energiesystem und Verkehr sind EVU prädestiniert, eine führende Rolle beim Auf- und Ausbau sowie dem Management der notwendigen Infrastruktur einzunehmen und so die Elektromobilität und Klimaneutralität voranzutreiben. Möglichkeiten eröffnen sich dabei in allen stark wachsenden Bereichen des Marktes: Ladelösungen für Eigenheime, für Mehrfamilienhäuser, für Geschäftsliegenschaften und Geschäftsflotten sowie Ladelösungen für den öffentlichen Raum.

EVUs können von zwei wichtigen Aspekten profitieren. Zum einen sind die Nutzer der Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur in den meisten Fällen auch Energiekunden. Mit flexiblen Tarifmodellen beispielsweise können sie die Kundenbindung stärken und ein netzdienliches Ladeverhalten incentivieren. Zum anderen verfügen sie über eine umfassende Netzkompetenz, sodass sie in der Lage sind, eine Infrastruktur aufzubauen, die mit dem Wachstum der Elektromobilität mithalten kann.

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Etrel INCH Duo mit einem kontaktlosen Zahlungsterminal ist eine robuste Lösung für anspruchsvolle Umgebungen an öffentlichen Orten.

Intelligente Ladetechnik in Kombination mit intelligenten Messsystemen ermöglicht es, potenzielle Schwachstellen im Netz zu erkennen, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen oder etwa die Ladeleistung und den Ladezeitpunkt automatisiert zu steuern. So kann die Spitzenlast verringert oder zeitlich verlagert werden, wenn viele Fahrzeughalter am Abend ans Netz gehen, aber erst am Morgen wieder fahren wollen. Eine Überlastung des lokalen Netzes ist so auszuschliessen, ohne die Verfügbarkeit der Fahrzeuge unnötig einzuschränken.

Angesichts der dynamischen Entwicklung der Elektromobilität ist eine effiziente Einbindung der Elektromobilität in die Netzinfrastruktur sehr wichtig, um langfristig eine sichere und störungsfreie Versorgung zu gewährleisten. Hinzu kommt, dass sich Elektromobilität und die fluktuierende Einspeisung von erneuerbaren Energien sehr gut ergänzen. Elektroautos können das Stromnetz auch entlasten.
Um die sich bietenden Möglichkeiten auch langfristig nutzen zu können, sollten EVU von Anfang an auf fortschrittliche Hard-, und Software setzen – und auf Technologiepartner, die langjährige Branchenkompetenz in der Energieversorgung mit der noch jungen Welt der E-Mobilität zusammenführen.

Smart Charging und Smart Metering sind eng miteinander verwandt und zentrale Elemente der Elektromobilitätsinfrastruktur. Beide zielen auf die Interaktion von Verbrauchern, Energieversorgern und Netzbetreibern, eine datenbasierte Transparenz und die perspektivische Automatisierung von Vorgängen im Netz, um Einspeisung und Verbrauch in Einklang zu bringen. Vor diesem Hintergrund hat Landis+Gyr mit der Übernahme von Etrel und True Energy sein Portfolio um intelligente Ladelösungen erweitert. Das Portfolio beinhaltet interaktive Ladestationen für Home-, Business- und Public-Anwendungen, eine agnostische Softwareplattform für das Ladepunkt- und Energiemanagement sowie eine App, die Elektroautobesitzern kosteneffizientes und umweltschonendes Laden ermöglicht. Damit können EVU mit einer zukunftsfähigen Technologie in einen neuen Markt einsteigen und mit ihm wachsen – an der Seite eines der profiliertesten Technologiepartner für Energiemanagement-Lösungen.

So faszinierend die Möglichkeiten der E-Mobilität für EVU schon heute sind, ihr Potenzial ist noch nicht annähernd ausgeschöpft. Preisgetriebene Anreizsysteme und neue Angebote für Verbraucher, attraktive Tarifmodelle für unabhängige Ladestationen oder der Betrieb eigener Stationen sind Beispiele, wie Energieversorger ihre Geschäftsmodelle erweitern und neue Umsatzpotenziale erschliessen können. Die technischen Möglichkeiten dafür sind schon heute vorhanden. Die regulatorischen, marktwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen entwickeln sich rasant weiter und sind bei weitem noch nicht klar. Was aber sicher ist: Ob laden, messen, Strom erzeugen, speichern oder verbrauchen – es wird gesteuert, optimiert und vernetzt sein müssen.

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Dieser Artikel wurde ursprünglich im bulletin.ch im März 2022 veröffentlicht.


Bilder: Intercontrol / Etrel

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