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As-a-Service-Modelle für den Smart-Meter-Rollout

Florian Diehm
By Florian Diehm - 14. Mai 2020 15:50:31 MESZ

IaaS visual-1Mit der unlängst erfolgten Markterklärung ist der ersehnte Startschuss für den Smart-Meter-Rollout in Deutschland offiziell gefallen. Über die Vorteile und Wichtigkeit des Bausteins Smart Metering in der dringend benötigten Digitalisierung unserer Energieversorgung gibt es wenig Dissens. Doch der Weg zu einer flächendeckenden Sensorik mit intelligenten Endpunkten, die eine Voraussetzung für neue digitale Geschäftsmodelle und attraktive Zukunftsmärkte wie das Submetering sind, ist keineswegs klar vorgezeichnet – vor allem ist er nicht frei von Stolpersteinen: Insbesondere für kleinere und mittlere Stadtwerke bedeutet der Rollout einen finanziellen, technischen und personellen Kraftakt.

Mit der im Messstellenbetriebsgesetz verankerten Preisobergrenze (POG) hat die Regulierung hohe Hürden vor den Smart-Meter-Rollout gesetzt. Die im Vergleich zur analogen Zählerwelt höheren Anfangsinvestitionen des Rollouts können nur über einen längeren Zeitraum verteilt an die Endkunden weitergereicht werden, sodass sich erst nach einigen Jahren der Vor- oder Querfinanzierung eine positive Rendite einstellt. Bis dahin liegen die Investitions- und Betriebskosten pro Messpunkt deutlich über den Einnahmen im Rahmen der POG. Hier kommen flexible As-a-Service-Modelle ins Spiel, die Messstellenbetreibern trotz schwieriger Marktbedingungen den nötigen Spielraum eröffnen, um den „Business Case“ Smart-Meter-Rollout von Anfang an wirtschaftlich und zukunftsorientiert zu gestalten.

Positiver Deckungsbeitrag ab dem ersten Zähler

Ein zentraler Gedanke der End-to-end-Lösung von Landis+Gyr ist die Verlagerung der Investitionen, die unter anderem für die Anschaffung und Installation der Zähler anfallen, zu den operativen Kosten. „Infrastructure as a Service“ (IaaS) bedeutet, dass Hard- und Software sowie alle Dienst- und Prozessleistungen im Rahmen des Rollouts auf Basis eines Mietmodells zur Nutzung bereitgestellt werden. Hier kommen die Prinzipien „Pay as you earn“ (in Bezug auf die Gerätemiete) und „Pay per use“ (für Software und Services) zum Tragen: Die Kosten verteilen sich für Messstellenbetreiber auf einen längeren, planbaren Zeitraum und bleiben unterhalb der gesetzlich verankerten Preisobergrenze. Dadurch liegt der Deckungsbeitrag pro Messpunkt vom ersten installierten Zähler an im positiven Bereich.

Komplette Wertschöpfungskette

Infrastructure as a Service ist aber mehr als ein Finanzierungsmodell. Vielmehr bietet es interoperable, bausteinartige As-a-Service-Pakete rund um den Aufbau und Betrieb der durchaus komplexen Smart-Metering-Infrastruktur. Denn kaum ein Unternehmen verfügt über die erforderlichen Ressourcen, wirklich jeden Teilbereich eines Rollouts und intelligenten Messstellenbetriebs mit eigenen personellen und technischen Ressourcen abzudecken. An dieser Stelle muss es daher insbesondere für kleinere und mittlere Messtellenbetreiber möglich sein, flexibel Teilbereiche eines Rollouts und des Messstellenbetriebs auslagern zu können. „Software-as-a-Service“ (SaaS) schließt unter anderem das Hosting, die Pflege und regelmäßige Updates und Upgrades der Smart-Metering-Software ein. Dies reicht von den Software-Komponenten für die Gateway-Administration und das Meter Data Management bis hin zur Steuerung dezentraler, lokaler Verbrauchs- und Erzeugungseinrichtungen. Dadurch werden Anwendungen für passive (pEMT) und aktive (aEMT) externe Markteilnehmer möglich, wie beispielsweise die Darstellung von Messwerten in einem Portal für Endkunden oder die Schaltung von EEG-Anlagen.

Alles aus einer Hand – mit einem starken Partnernetzwerk

Als End-to-end-Lösung deckt Infrastructure as a Service (IaaS) von Landis+Gyr die gesamte Wertschöpfungskette vom Zähler bis zur Realisierung von datenbasierten Mehrwertdiensten in einem flexiblen, modularen Konzept ab. Damit können insbesondere kleine und mittlere Versorger und Netzbetreiber, die als gesetzliche Messstellenbetreiber qua Gesetz einen guten Teil des Smart-Meter-Rollouts stemmen, die Digitalisierung ihrer Netze beherzt angehen und sich zukunfts- und wettbewerbsfähig in einem an Dynamik zunehmenden Umfeld aufstellen.

Infrastructure as a Service: In vier Schritten einen erfolgreichen Rollout gestalten

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