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Ein Smart-Meter-Rollout ist weiter Weg – so führt er zum Erfolg

Janne Leppäaho
By Janne Leppäaho - 5. November 2019 11:33:40 MEZ

LandisGyr_Smart Metering 16;9Die Entscheidung für einen Smart-Meter-Rollout setzt im gesamten Unternehmen einen Prozess in Gang, der nur im Team gestaltet werden kann.

Wir haben schon die verschiedensten Unternehmen bei ihren Rollouts begleitet, von der Erstinstallation bis zur zweiten Welle. Je nach Kundenanforderung reichte unser Beitrag von der Bereitstellung der Technologie bis zu schlüsselfertigen Projekten. Dabei haben wir unter anderem folgende Erfahrungen gemacht:

Gut geplant ist halb gewonnen

Am Anfang der Reise sollte man nicht nur das Ziel kennen, sondern auch den Weg dorthin. Ein Smart Meter Projekt beginnt mit der Definition von Zielen und Vorgaben: Was wollen wir und was benötigen wir? Im nächsten Schritt sollte die Machbarkeit hinsichtlich der Ressourcen, Budgets und Timing abgeklopft werden.

Ein erfolgreicher Rollout wird schon zu Beginn der Ausschreibungsphase geplant. Über die Anforderung von Selbstauskünften lassen sich schon im Vorfeld potenzielle Lieferanten herausfiltern. Der Auftraggeber erfährt dabei viel über die Möglichkeiten des jeweiligen Anbieters und die unterschiedlichen Herangehensweisen an den Rollout.

Eine Checkliste hilft, Rollout und Zulieferungen zu strukturieren und so Risiken und Komplikationen zu minimieren. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für das Erstellen der Liste und denken Sie dabei an:

• Ihre Anforderungen und Vorgaben
• Regulatorische Erfordernisse
• Die Verfügbarkeit Ihrer Resssourcen
• Einen realistischen Zeitplan
• Logistische Planungen
• Einen stringenten Projektmanagement-Prozess
• und schliesslich: Welche Arbeiten werden inhouse erbracht, was wird ausgelagert?

Bereiten Sie Ihr Unternehmen vor

Ein Smart-Meter-Rollout hat Einfluss auf die meisten Prozesse in einem EVU, von der Abrechnung bis zum Kunden-Service, von der IT bis zum Netzmanagement. Darum ist es wichtig, für eine transparent Kommunikation zu sorgen und die betroffenen Teams und Abteilungen auf ihre neuen Rollen und Aufgaben vorzubereiten. Sowohl beim Auftraggeber als auch beim Lieferanten muss es ein Projektteam mit klarer Rollenverteilung geben. Parallel laufende Aktivitäten und Projekte im Unternehmen müssen synchronisiert werden.

Halten Sie es einfach

Die Wahl der Smart-Meter-Lösung wirkt sich auf den Implementierungsprozess und den Rollout aus. So gibt es unterschiedliche Telekommunikationstechnologien, die bei der Planung und Installation entsprechend berücksichtigt werden müssen. Bei der Festlegung der technischen Spezifikationen sollten Sie bedenken, dass besondere, individuelle Leistungsmerkmale die Kosten, Komplexität und Risiken des Projekts nach oben treiben können. Unter dem Projektmanagement-Aspekt sollte die Zahl der vom Standard abweichenden Features auf ein Mindestmass reduziert werden. Je höher der Grad der Standardisierung, desto kürzer die Vorlaufzeiten und unkomplizierter Implementierung und Rollout.

Kommunizieren Sie mit Ihren Kunden

Der Zugang zu den Zählern ist die Grundvoraussetzung für einen effizienten Installationsprozess. Die Bedeutung einer guten, proaktiven Kommunikation mit Endkunden und Immobilienverwaltern kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn es darum geht, am Termin für den Zählertausch auch Zutritt zu erhalten. Das beginnt schon bei den Grundlagen wie einer aktuellen Kundenkontaktliste, die neben den postalischen Adressen auch die Telefonnummern und Mail-Adressen für Terminabsprachen enthält und so Verzögerungen zu vermeiden hilft.

Zudem ist es gut, die Kunden rechtzeitig im Vorfeld der Arbeiten über die Vorzüge der Smart-Meter-Technologie zu informieren.

Logistik ist der Dreh- und Angelpunkt

Rollouts sind komplexe Unterfangen. Deswegen sollte für einen reibungslosen Prozess von der Lieferung über die Feldtests bis zur finalen Freigabe das Augenmerk auf der Logistik liegen. Bei der modernen Smart-Metering-Technologie steht Logistik nicht nur für Gerätehandling, sondern beispielsweise auch für Konnektivität und Sicherheit, SIM-Kartenmanagement und Security-Keys.

Zu einem Smart-Meter-Rollout gehören auch das Handling und die Verwertung der Altgeräte, die abgebaut, transportiert und ordnungsgemäß dem Recycling zugeführt werden müssen. Daten der alten Zähler wie Verbrauchsinformationen müssen gespeichert werden, um eine korrekte Abrechnung zu gewährleisten.

Projektfortschritte im Feld verfolgen

Üblicherweise wird ein Rollout nach geografischen Zonen oder nach der Lage der Umspannwerke geplant. Je nach Kommunikationstechnik aber gibt es auch andere Optionen. Die Festlegung von Installationsgebieten erhöht in dieser Phase die Effizienz. Noch wichtiger ist die Planung bei Rollouts der zweiten Welle, bei denen ältere Smart Meter durch neue Hardware ersetzt werden und die Datenverbindung beim Wechsel aufrechterhalten werden muss.

Die heutigen modernen Tools für das Management der Arbeiten vor Ort ermöglichen eine effiziente Planung von Installationsgebieten, die den Zeitaufwand für An- und Abfahrten reduzieren. Die Monteure haben Echtzeit-Informationen über die Zeitplanung, Adresse und relevante Backend-Daten, während die Einsatzplaner den Fortgang der Arbeiten online verfolgen können und auf Abweichungen oder Probleme ohne Verzögerung reagieren können.

Nach Abschluss der Montagearbeiten in einem Gebiet, wird im Zuge eins «Clean-ups» sichergestellt, dass alle neuen Geräte einwandfrei mit dem System kommunizieren. Die schrittweise Vorgehensweise, die neuen Geräte Gebiet für Gebiet zu testen und freizugeben, liefert wertvolle Erkenntnisse für die Planung und Umsetzung der Arbeiten in den Folgegebieten.

Gleich beim ersten Mal alles richtig machen

Die komplexen Rollouts haben erhebliche Auswirkungen auf die Unternehmensprozesse. Aus unserer Erfahrung aus vergleichbaren Projekten sind dabei viele Aspekte zu berücksichtigen. Das übergeordnete Projektmanagement, die Planung der technischen Spezifikationen, die Umsetzung von Schulungsplänen und die Koordination von Clean-Ups und Testphasen sind nur einige kritische Punkte für den Projekterfolg. Unabhängig davon, ob es um zehntausend Zähler geht oder um eine Million und mehr – der grundlegende Prozess ist immer derselbe.

In der Zusammenarbeit mit Kunden aller Größen in unterschiedlichen Märkten und mit unterschiedlichen Anforderungen haben wir eine einzigartige Kompetenz für das Management von Smart-Meter-Rollouts aufbauen können. Aus Erfahrungen und Best Practises haben wir standardisierte Prozesse, Vorlagen und Dokumentationsformate entwickelt, um auch Ihr Projekt in der Spur zu halten. Gerne unterstützen wir Sie bei der erfolgreichen Planung und Umsetzung Ihres Smart-Meter-Rollouts und als Lotse auf dieser spannenden Reise.