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Batteriespeichersystem geht in Helsinki in Betrieb

Landis+Gyr
By Landis+Gyr - 8. Juni 2016 13:47:26 MESZ

Helen_BESS_blog.jpgLandis+Gyr und Toshiba haben das größte Batteriespeichersystem (BESS) der nordischen Länder in die Region Suvilahti geliefert. Das System hat ein Gewicht von rund 28 Tonnen und enthält über 13.000 SCi™ Lithium-Ionen-Batteriezellen. Die Lieferung erfolgte Mitte Mai für die Inbetriebnahme Anfang Juni.

Das Batteriespeichersystem wurde durch Europa über – unter anderem – Verona, München und Lübeck bis nach Travemünde transportiert, von wo es nach Helsinki verschifft wurde. Nach der Entladung des Batterie-Containers vom LKW übernahmen Mechaniker vom europäischen Kompetenzzentrum der Toshiba Group for Storage and Smart Grid Systems und bereiteten die Inbetriebnahme vor. Im nächsten Schritt erfolgt nun der Anschluss an einen Transformator und die PV-Anlage in Suvilahti. Anfang Juni geht die Lösung dann an das regionale Stromnetz. Landis+Gyr und Toshiba sind eng in die Installation und Inbetriebnahme eingebunden und übernehmen auch die Trainings für Bedienung, Service und Instandhaltung.

Die Ausgangsleistung des BESS liegt bei 1,2 MW, die Kapazität bei 677 kWh. Neben dem Batteriesystem gehören auch die zentrale Steuerungseinheit, zwei Wechselrichter, ein Transformator sowie ein Vierjahresvertrag über Wartung und Instandhaltung zum Lieferumfang. Das Versorgungsunternehmen Helen Electricity Network und der finnische Netzbetreiber Fingrid werden die Technologie im Rahmen eines Pilotprojektes einsetzen, um die Potenziale der Energiespeicherung im Megawatt-Bereich zu untersuchen. Ziel des Projektes ist es, das optimale Timing beim Laden und Entladen der gespeicherten Energie zurück in das Netz zu definieren und marktbasierte Preis- und Geschäftsmodelle zu finden.

Die Energiespeicherung spielt für das Smart Grid eine zentrale Rolle. Durch sie kann bei der Einspeisung erneuerbarer Energien in bestehende Netzinfrastrukturen die Netzstabilität gewährleistet werden. Mit Speichern lassen sich die Schwankungen bei der Einspeisung rasch ausgleichen – beim agilen BESS in Sekundenbruchteilen. Damit wird unter allen Bedingungen eine sichere Stromversorgung gewährleistet.

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